Patrizias Teeologie No. 09

Sei dein intelligentestes Selbst.

Ich hab tatsächlich schon oft darüber nachgedacht, ob ich wohl einen Intelligenztest machen würde. Also, wenn ich zufällig in die Situation geraten würde, einen machen zu können. Ob es wirklich relevant für mich wäre zu wissen, welchen IQ ich habe. Was würde das mit mir machen, wenn sich herausstellte, dass mein Intelligenzquotient unter 100 liegt? Womöglich finge ich an zu glauben, mein Wissen, mein Talent, mein Können und mein Gefühl für das was ich tue, wären defizitär und ich habe mir Zeit meines Lebens eingebildet ich würde zu jenen gehören, über die man sagt sie seien smart und klug.
IQ! Wozu gibt es diesen Test überhaupt?

Vielleicht sollte man es besser sein lassen. Schlafende Hunde solle man nicht wecken heißt es. Im Fall der Feststellung des IQ ist ohnehin fragwürdig, inwiefern hier was überhaupt festgestellt wird. Und wer diese Zahl dann wozu benötigt. Welchen Zweck erfüllt sie, ich meine über den der Vergleichbarkeit mit anderen Superhirnen hinaus?
Vergleichen! Wozu macht uns der Vergleich mit anderen?

Der dänische Philosoph Kierkegaard brachte es einmal auf den Punkt:

„Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit“

Und deshalb wundert es auch nicht, dass diese Weisheit in abgewandelter Form nun auch in meiner Küche aus der Teekanne baumelt. Denn ich frage mich was genau eigentlich gemessen werden soll und was Intelligenz ist und wer vorgibt wieviel man davon haben sollte. Welche Norm greift hier schon wieder nach meinen eigenen Maßstäben?

Statistik! Wozu sollen wir wissen, dass unser IQ sinkt?

Darf ich mich selbst als intelligent kategorisieren, oder darf das nur Prof. Dr. IQ? Und der stellt dann fest, wie letztens, dass der IQ der Menschen seit etwa 30 Jahren sinkt. Jodmangel, Chemie in Essen und Kosmetik, das Weniger-Lesen und auch die Digitalisierung werden als mögliche Negativitäten identifiziert. Die Reizflut der wir täglich begegnen verklärt die Klarheit unseres Denkens.

„Zu viel auf einmal stört das Denken,“

so der Hirnforscher Martin Korte von der TU Braunschweig. Denn wenn 400.000 Sinnesreize pro Sekunde auf uns zustürmen und wir defakto nur 120 pro Sekunde verarbeiten können, müssen wir eins absolut drauf haben: filtern, kanalisieren, fokussieren.
Mein Tipp für mehr Fokus in deiner Intelligenz:

Solange das mit dem IQ kein Einstellungs-Bewährungs-Test ist, kann man den getrost ignorieren finde ich. Wer angeben möchte kann ihn ja heimlich machen und im Zweifelsfall die peinlich zweistellige Zahl unter den Tisch fallen lassen. Die Frage wie intelligent man sein möchte, kann man auch mit sich selbst und seinem nächsten Umfeld ausmachen – denen geht man dann nämlich am meisten auf den Sack.

Also, bis nächste Woche – schlau sein und Tee trinken!
Patrizias Teeologien sind inspiriert von Teebeutel-Weisheiten und übersetzen diese ins wahre Leben: Was will der Teebeutel mir sagen? Ist das auf dem Teebeutel mehr als nur ein belangloser Spruch? Wird mich das Trinken genau dieses Tees mit zunehmender Lebensweisheit belohnen?

 

Veröffentlicht auf: business and she magazin

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