plattentektonik vs. gender shift

die plattenverschiebung der zukunft hat eine aufregende prognose für unsere erde im visier. die welt auf der wir leben hat sich dem sogenannten mobilismus verschrieben. und ich höre nicht auf zu hoffen, dass auch die welt in der wir leben sich eben diesem anschließt und aufhört stehenbleiben zu wollen. wenn die erde, dieser uralte, gewaltige, verkrustete planet sich in bewegung setzen kann, dann sollten wir menschen es doch auch schaffen, oder etwa nicht?

in 40 millionen jahren
wird afrika immer weiter richtung norden wandern und die mittelmeerregion komplett umgestalten, sizilien wird nach norden verschoben und liegt in küstennähe vor rom. iberia dreht sich weiter im uhrzeigersinn von europa weg. europa könnte entlang des rheins auseinanderbrechen. australien wandert weiter richtung südostasien. der atlantik wird breiter, denn amerika entfernt sich weiter von europa und afrika. (wikipedia, kontinentaldrift)

ich wette wir menschen schaffen es schneller zu sein!

wenn solch gewaltige massen nicht starr bleiben, dann bekommen wir das auch hin. schicht um schicht verschiebt sich der erdmantel, kontinuierlich und die meiste zeit kaum spürbar. ab und an begleitet von großem spektakel, feuer spuckend, vor kraft strotzend und nicht selten die menschheit überwältigend. diese bewegung zeigt sich eben auf sehr vielen ebenen und zieht ebensoviele reaktionen nach sich. zum beispiel die erkenntnis, wie überflüssig in diesem kontext grenzen erscheinen, wenn man sich vorstellt, dass europa entlang des rheins auseinanderbricht. natürlich interessiert das jetzt keinen von uns so wirklich, weil das ganze in wieviel jahren passieren könnte? 40 millionen? absurd unvorstellbar lange hin. und dennoch skizziert diese prognose wohin die reise geht, dass eben kein berg unverrückbar ist und man demzufolge ruhig den ein oder anderen gedanken an scheinbare utopien verschwenden kann.

stellen wir doch einfach mal eine prognose auf.

40 millionen jahre sind mir wirklich zu lange hin. meine prognose wirft einen blick auf die entwicklung der kommenden 40 jahre. die geschlechterrollen haben sich umgeschichtet. verbindlichkeiten die mit geschlechtern zusammenhängen haben sich ordentlich bewegt. stereotypisierung ist nicht mehr nötig, denn es hat sie eine vielfalt über all die alten  geschlechterzuschreibungen gelegt, die eine konkrete zuweisung von erwartungen in ein multiperspektivisches prisma der möglichkeiten aufgelöst hat.

wow! das stelle ich mir wirklich fantastisch vor.

die auflösung all der alten rollenbilder hat auch zu einer neuen sprache geführt, die all das was sich entwickelt hat auch in worte fassen kann. überhaupt gehen die menschen viel spielerischer und gewandter mit ihrer sprache um: sie lassen sich nicht mundtot machen von linguistischen vorgaben, sondern finden neue begriffe für ihre ideen und visionen. sie modellieren so selbst ihre eigene gesellschaftliche zukunft, tauschen sich über möglichkeiten aus und stecken ständig ihre köpfe zusammen um all das frei gewordene potenzial gemeinsam zu nutzen.

machtstrukturen die vorher im weg waren, bedingt durch soziale vorgaben eines veralteten, patriarchalen systems, haben sich durch die umverteilung und durchmischung der rollenbilder aufgelöst. stereotypisierung ist kaum möglich: die geschlechter sind variabler und in sich vielfältiger, haben zahlreiche schnittmengen und machen in noch weiterer zukunft das wort geschlecht im sozialen kontext zu einem verhaltenscodex aus alten zeiten.

der rollenwechsel hat zu einer schier endlosen rollenvarianz geführt. und der gender shift schiebt sich immer weiter. wie die kontinentalen platten schieben sich alte und neue rollenbilder über- und untereinander, brechen altes auf und vermischen es mit dem neuen um etwas völlig unerwartetes zu modellieren.

nichts bleibt wie es ist.

genau das prägt die neue gesellschaft, im positiven sinn. keiner denkt dabei an orientierungslosigkeit, sondern sieht die möglichkeiten. die menschen haben den mut sie selbst zu sein und offen auf andere zuzugehen. gemeinsam werden gesellschaftliche herausforderungen angenommen, weil alle bereit sind den eigenen standpunkt zu hinterfragen und neue sichtweisen zulassen. hey, im ernst, ich finde das klingt großartig!

die scheren im kopf sind verschwunden.

die menschen sind ehrlich und reflektiert, weil die offenheit aller eine diverse meinung zulässt, ohne angst zu produzieren. das auflösen eines klimas der angst hat uns auch geholfen alle menschenfeindlichen themen zu überwinden. und weil das alles so phantastisch gut funktioniert: machen wir einfach so weiter.

lasst uns anfangen, wetten wir schaffen es NOCH schneller?

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