power to the people

es ist nicht einfach zu verstehen. weil es nie einfach ist, es einfach mal anders anzugehen. anders zu denken. mal genau das gegenteil zu tun. nur so. um es einmal auszuprobieren. klar. dazu gehört mut, also zumindest vertrauen in sich selbst. selbstvertrauen welches ja wachsen muss. und es gibt menschen die so vergiftet sind, dass sie unwirtliches land für selbswertgefühl und selbstbewusstsein sind. und dafür können sie nicht einmal unbedingt etwas.

sind wir alle toxisch? jeder trägt seine persönliche geschichte in sich und ist von ihr geprägt, zuweilen auch belastet. erlebnisse, worte, blicke und anblicke, gefühle, eine menge input der in einem steckt. tief drin. unerreichbar für irgendwelche faszienrollen oder entgiftungstees. richtig hartnäckiges zeug was alle nase lang unvermittelt auftaucht und sich tarnt als etwas scheinbar „normales“. und das hat allemal das potential uns maßgeblich zu beeinflussen, nicht immer im besten sinne, ob wir wollen oder nicht.

natürlich kann man als mensch mit geschichte, und das sind wir alle, nicht komplett neutral durchs leben laufen. aber es ist wichtig zu wissen dass es eben so ist. dass wir dem ständig ausgesetzt sind was, wortwörtlich, in uns steckt. besonders die unbewussten einschränkungen die wir uns selbst machen, die uns daran hindern wirklich frei und un-beschwert auf situationen einzugehen. weil wir ängste und vorurteile haben. schwer wie blei, aber unsichtbar.

ich denke am schwierigsten ist es mit jenen schranken, derer wir uns nicht im klaren sind und die nicht ungehindert zu überwinden sind. sie müssen erst einmal identifiziert werden. von uns selbst. um das zu schaffen müsste man sein eigenes denken und handeln reflektieren. immer wieder. und dabei geht es nicht um die absolute fehlerlosigkeit. ohne scheitern. ohne rückschlag. es geht um mehr. es geht um bewusstheit über das eigene denken und handeln. eine königsdisziplin. wie man so schön sagt, eine lebensaufgabe. aber verdammt, eine die es wirklich verdient angegangen zu werden. denn sie hilft nicht nur das eigene wesen zu verstehen, sondern schult auch das verständnis für andere.

„geschmäcker sind verschieden“, sage ich zu meiner tochter. und sie schreibt beim deutschtest, dass ich das immer zu ihr sage, sie aber nicht wisse ob das stimmt. ziemlich gut. sie stellt es nicht in frage. aber sie fragt sich, ob es wohl stimmt. und ich weiss, sie wird es selbst herausfinden. in diesem kleinen satz steckt unglaublich viel offenheit. meine offenheit, die ich täglich feile und schmiergle. und ihre offenheit, anzunehmen was ihr eines ihrer vorbilder erklärt, es aber auch offen zu lassen. für ihre eigene meinung, ihr eigenes bild.

ich versuche in meinem umfeld einen höchst positive und offene emanzipation zu verbreiten, die nicht ausschliesst, die ermächtigt ohne zu entmächtigen. ein zugewinn an gleichheit und freiheit, ein auflösen und aufklären von diskriminierung. nicht das wofür es die meisten halten, ein frauen-ding. mehr als ein reines frauen-ding. das modewort dazu heisst empowerment. es ist immer blöd, wenn durch einen hype gut gemeintes bagatelisiert wird. dann lohnt es sich, den focus auf die sache ansich zu richten und zu ignorieren was jederman damit tut, schliesslich ist nur die idee dahinter relevant. empowerment also. andere dabei unterstützen ein mehr an autonomie zu erlangen und sich zu befreien von all den zuschreibungen und begrenzungen die ihnen wiederfahren. zu bestärken ihre eigenen stärken zu erkennen und einzusetzen. ich finde ein sehr optimistisch getriebenes vorgehen, welches erst einmal den blick auf das können lenkt und nicht auf jenes, das scheinbar einen stein im weg darstellt. selbständige, mündige menschen die ihre eigene meinung bilden und aussprechen, danach handeln und dazu stehen.

es ist nicht einfach das zu sein. diese sorte mensch. weil es nie einfach ist, man selbst zu sein. weil es einfach ist, nie man selbst zu sein. weil man einfach nie nur man selbst sein kann. wenn man nicht einfach mal damit anfängt.

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